Trauerbegleitung

Kreis aus Kerzen und Fotos von einer Trauergruppe

An wen richtet sich die Trauerbegleitung?

Unser Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil oder Geschwisterkind verloren haben sowie an deren Familien.

Weiterhin unterstützen wir Bildungseinrichtungen in Krisensituationen, durch Schulungen und Präventionsangebote.

Trauernde Eltern mit einem traurigen Kind, das umarmt wird
Trauertücher und ein Oktopus Kuscheltier neben einer Vase mit Tulpen

Wozu dient die Trauerbegleitung?

Schmerzhafte Verluste werfen Familien oftmals aus der Bahn.

Das Leben verändert sich schlagartig und nichts ist mehr so, wie es vorher war.

Durch individuelle Beratungsangebote für Familien, Eltern und Kinder, sowie auch in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, versuchen wir zeitnahe Unterstützung in dieser schweren Zeit zu geben.

Wenn ein Geschwisterkind, ein Vater oder die Mutter verstirbt, müssen der Verlust und die Erinnerungen in das neue, veränderte Leben integriert werden.

Dies fällt besonders Kindern schwer, da sie über einen geringeren Schatz an Lebenserfahrung verfügen.

Unsere ausgebildeten Trauerbegleiter*innen unterstützen den persönlichen Prozess, in welchem die Trauernden lernen, ihre individuellen Gefühle zuzulassen, mit ihnen umzugehen und ihnen Ausdruck zu verleihen.

Wie gestalten wir die Trauerbegleitung?

  • Einzelbegleitung im häuslichen Umfeld
  • Trauergruppen für Kinder im Grundschulalter
  • Trauergruppen für Jugendliche und junge Erwachsene
  • Begleitung für Eltern, deren Kind verstorben ist
  • Stammtisch für jung verwitwete Eltern (Beratungsstelle Frankfurt/Oder)
  • Zeitnahe Unterstützung im Akutfall: Zuhause, in Schulen und Kitas
  • Beratung und Schulung für Schulsozialarbeiter*innen, Erzieher*innen und Pädagog*innen
  • Ferienangebote und Trauerreisen für Kinder und Jugendliche
  • Familienbegegnungstage

Unsere Trauerbegleitung für betroffene Familien ist kostenfrei.

,,Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.“

Elisabeth Kübler-Ross

Perspektive

Es wird viel mit anderen kommuniziert und man bekommt deswegen viele neue Seiten und Sichtweisen zum Thema. Dazu lachen wir auch zusammen.

Befreiung

Es ist für mich eine Befreiung des täglichen Alltags, da man von Leuten umgeben ist, die einen verstehen und sich um einen kümmern. Durch die Jugendtrauergruppe fühle ich mich nicht mehr so alleine mit meinen Gefühlen und es gibt mir Motivation, nach vorne zu schauen. Jedes Mal.

Raum

Die Trauergruppe hilft mir, über das Geschehene reden zu können. Sie gibt mir einen offenen Raum und versteht mich.

Spaß

Man fühlt sich verstanden, man kann zusammen lachen, aber auch reden. Es macht einfach Spaß zu kommen.

JUGENDTRAUERGRUPPE

TEILNEHMER*INNEN ERKLÄREN

Lachen

Man fühlt sich verstanden und nicht mehr allein. Das ist gar nicht so eine Heulgruppe, wie ich dachte. Wir haben ganz viel gelacht.

Kennenlernen

Man ist als Erstes natürlich ein bisschen zurückhaltender, aber durch das Kennenlernen und die ganzen Gespräche, die wir führen, fühlt man sich verstanden und sehr wohl. Man kann seine Gefühle oder das, was im Herzen gerade wehtut, rauslassen, ohne dass jemand irgendwas Unangebrachtes sagt, weil es allen hier genauso geht – bei manchen leichter und bei manchen schwerer.

Verständnis

Man wird endlich richtig verstanden, niemand lacht einen aus oder sagt, dass du nur Aufmerksamkeit suchst. Auch ist man immer willkommen und wenn man Hilfe braucht, wird einem, soweit es geht, geholfen. Es gibt Momente, in denen wir viel lachen, aber auch, in denen wir über ernste Themen reden können – man wird einfach verstanden.

Häufig gestellte Fragen...

Wie läuft eine Gruppe ab?
Vor der Teilnahme an der Gruppe vereinbaren wir einen Termin, um uns kennenzulernen. Wir tauschen uns zu verschiedenen Themen aus. Du kannst Vorschläge und Wünsche einbringen.
Wie lange dauert die Gruppe?
Eine Gruppenstunde dauert 1,5 – 2 Stunden und die Gruppen finden einmal im Monat statt. Eine Teilnahme ist jederzeit möglich.
Darf ich schnuppern kommen?
Ja, sehr gerne.
Darf eine Begleitperson in die Gruppe mitkommen?
Ja, bei den Kindertrauergruppen am Anfang gerne.
Ist es nicht deprimierend, wenn alle in der Gruppe zusammensitzen und weinen?
Nein, in den Gruppen wird selten geweint. In der Gruppe entsteht schnell eine Verbundenheit und Vertrautheit mit gegenseitigem Verständnis. Alle Gefühle haben hier ihren Platz und oft wird gemeinsam gelacht.
Werde ich gezwungen, etwa zu sagen?
Nein, es steht Dir frei zu schweigen und einfach zuzuhören.
Erfahren meine Eltern, was ich Euch erzähle?
Nein, grundsätzlich nicht. In sehr seltenen Fällen halten wir das für notwendig und würden es immer zuerst mit Dir besprechen.
Der Todesfall ist schon lange her, darf ich trotzdem Eure Trauerangebote nutzen?
Ja. Jede Trauer ist individuell und tritt in verschiedenen Entwicklungsphasen anders auf. Eine Teilnahme steht Dir jederzeit frei.
Was soll mir das helfen?
Hier triffst Du andere, denen es genau so geht wie Dir. Du bist hier mit Deinen Gefühlen nicht allein.
Was ist, wenn meine Pflegemutter/ -vater gestorben ist?
Auch dann bist Du uns willkommen.
Ist die Trauerbegleitung religiös oder spirituell?
Nein.
Was ist denn, wenn ich nicht traurig bin, sondern z.B. wütend oder erleichtert?
Auch dann steht unsere Begleitung Dir offen, denn jedes Gefühl hat bei uns Platz.
Wie lange ist die Wartezeit?
Es gibt keine Wartezeit.

Einen Einblick in unsere Jugendtrauergruppe kannst Du hier erhalten...

Kontakt für betroffene Familien

Potsdam

Julia Lindner

Koordination Kontakt- und Beratungsstellen, Koordination Trauerarbeit Land Brandenburg

Mobil: 0178 704 99 03
julia.lindner@kinderhilfe.de

Sabine Elvert

Koordinatorin Trauerarbeit, Kontakt und Beratung

Mobil: 01514 126 72 82
sabine.elvert@kinderhilfe.de

Frankfurt (Oder)

Anja Gumprecht

Koordinatorin der Kontakt- und Beratungsstelle Frankfurt (Oder)

Mobil: 0152 327 186 35
anja.gumprecht@kinderhilfe-ev.de

Sarah Haase

Koordinatorin Projekt Bildungspatenschaften für Geschwister von krebs- und schwerkranken Kindern

Mobil: 01573 7270106
sarah.haase@kinderhilfe.de

Julia Schulz

Koordinatorin der Kontakt- und Beratungsstelle Frankfurt (Oder)

Mobil: 01575 0622736
julia.schulz@kinderhilfe.de